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Die Arbeit mit den Dorfgemeinschaften
Erfahren Sie hier mehr über unsere Produzenten in den Dorfgemeinschaften,
ihre Umwelt und Traditionen wie auch über die verschiedenen Qualitätskategorien
und Eigenschaften ihrer Erzeugnisse.
Landwirte
und Kunsthandwerker: die Amuzgos, ein ethnischer Schatz des Bundes- landes
Oaxaca
Die Amuzgos leben in den Bundesländern Oaxaca
und Guerrero und tragen den selben Namen wie ihre Sprache, Amuzgo. Jedes
Amuzgo-Dorf hat seinen besonderen Namen, zum Beispiel nennt San Pedro
Amuzgo sich selbst Tzijon Non, was soviel bedeutet wie "Dorf der
Garne, weiches Garn oder Docht". Santa María Ipalapa nennt
sich selbst Tzo'tyio, was "Krabbenfluss" bedeutet. Einigen Studien
zufolge bedeutet Amzugos oder Amochcos "Ort, an dem es Büchereien
oder Bibliotheken gibt". Fernández Gatica erklärt, dass
Amuzgo "zwischen Hügeln" bedeutet. Dieser Name wurde erst
einem Dorf gegeben und später für eine gesamte ethnische Gruppe
verallgemeinert. Die Mixtheken, Nachbarn der Amuzgos, bezeichnen dieses
Volk als ñuu ñama, was soviel bedeutet wie "Volk der
Totomoxtle". In Náhuatl ist es unter dem Namen Amuchitl bekannt,
was "im Zinn oder wo es Zinn gibt" bedeutet. Dem Almanaque (lokales
Wörterbuch) von Oaxaca zufolge lautet der korrekte Name Amochco.
Gelände, Ökologie und soziale
Reproduktion
Im Bundesland Oaxaca leben die Amuzgos mit anderen ethnischen Gruppen
zusammen und bilden kleine kulturelle und linguistische Enklaven innerhalb
des Mixtheken-Gebietes. Die Region der Amuzgos befindet sich auf einer
Höhe von etwa 500 bis 900 Metern über dem Meeresspiegel und
weist eine hügelige Topographie auf, die die Yacuyagua-Ebene durchzieht.
Durch dieses Gebiet fliessen die Flüsse Ometepec, Arena, Pulla, San
Pedro und Santa Catarina, die in den Pazifischen Ozean münden.
In den tiefer gelegenen Gebieten und niedrigeren Erhebungen ist das vorherrschende
Klima subtropisch feucht mit hohen Niederschlägen während der
Monate Juni bis September. Die Vegetation ist immergrün und besteht
aus Arten wie der Barrequillo, Malve, Salbei, eine Breiapfel- Art, Königspalmen
und Kokospalmen.
Die Tierwelt setzt sich aus Säugetieren,
Reptilien und einer grossen Vielfalt von Vögeln zusammen. Hier finden
wir Tierarten wie Dachse, Gürteltiere, Tiger, Wildkatzen wie der
Ozelot, Kojoten, Leoncillos, Ameisenbären, Stachelschweine, Wildhasen,
Eichhörnchen, grosse Echsen (Iguanas) und verschiedene Schlangenarten,
Tauben, Cenzontle, Papageien, den Grünflügelara, Sperber, Truthahngeier,
Zanate, Tecolote, Uhus und Eulen.
Die
klimatologischen Bedingungen und die Beschaffenheit des Erdbodens begünstigen
den Anbau von Mais, Bohnen, Chillischoten, Sesam, Erdnüssen, Zucchini
und Zuckerrohr wie auch den Anbau von Bananen, Avokados, Melonen, Wassermelonen,
Orangen, Limetten, Cuajinicuil, Zitronen, Mangos, Nanche, Papayas, Tamarinden,
Mandarinen, Kokosnüssen, Pflaumen, Kaffee, Kakao, Zapote und Mamey.
Die Arbeit der Bewohner des Gebietes besteht
hauptsächlich aus der Landwirtschaft für den Eigenbedarf und
der Herstellung von Kunsthandwerk. In einigen Regionen besitzen die Indianer
ein para Rinder, Ziegen, Schweine und Geflügel, im Gegensatz zu den
Mestizen, die grosse Rinderzüchtungen betreiben. Die Flächen,
die für den zeitlich beschränkten Anbau genutzt werden, sind
grösser als die bewässerten Anbauflächen. Das Gras der
Berghänge und Auswaschungen dient dem Vieh zum grasen.
In dem Amuzgo-Gebiet gibt es drei verschiedene
Arten des Grundbesitzes: Gemeindebesitz, genossenschaftlicher Besitz und
privater Besitz. Die Frage des Landbesitzes führt häufig zu
Konflikten zwischen den Indianern und den Mestizen.
Im Laufe ihrer Geschichte sind die Amuzgos in gewalttätigen Auseinandersetzungen
mit den Mestizen eines Grossteiles ihres Landes beraubt worden, wobei
sich die Mestizen durch Machenschaften mit den landwirtschaftlichen Behörden
ihre politische Macht zunutze gemacht haben, um sich Ländereien des
Gemeindebesitzes widerrechtlich anzueignen.
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